Erstes BYD-Taxi in Deutschland im Einsatz

FENECON und Taxiunternehmen Hetznegger starten Mobilitätskooperation

Deg­gen­dorf, 24. August 2017: Die FENECON GmbH, Tech­no­lo­gie- und Ver­triebs­part­ner des Welt­markt­füh­rers bei Elek­tro­mo­bi­li­tät BYD (Build Your Dreams) sowie das Taxi­un­ter­neh­men Hetz­neg­ger neh­men das ers­te BYD-Elek­tro-Taxi Deutsch­lands in Betrieb. Ziel des Regens­bur­ger Pilot­pro­jekts ist es, die elek­tri­sche Fahr­gast­be­för­de­rung sowie das Bewusst­sein für sau­be­re Elek­tro­mo­bi­li­tät zu stär­ken. Zum Ein­satz kommt das Modell e6.

Seit rund sechs Wochen beför­dert das ers­te e6-Taxi des E-Mobi­li­täts-Pio­niers BYD in Deutsch­land Fahr­gäs­te. Der Start­punkt mar­kiert die Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Regens­bur­ger Taxi­un­ter­neh­mer und der FENECON GmbH. Neben dem Auf­bau einer Elek­tro­flot­te pla­nen bei­de Part­ner die Ent­wick­lung einer BYD-Ser­vice- und Ver­triebs­sta­ti­on durch die bei Hetz­neg­ger ange­glie­der­te Auto­werk­statt.

Welt­weit fin­det der e6 bereits viel­fach Ver­wen­dung bei Taxi-Pools und ver­fügt auch in Deutsch­land über die ab Werk zu erbrin­gen­de Taxi­kon­for­mi­tät. „Die Fahr­gäs­te schät­zen die gro­ße Elek­tro-Reich­wei­te sowie den Fahr­gast­kom­fort. Bei fünf voll­wer­ti­gen Sitz­plät­zen bleibt auch trotz des Bat­te­rie­packs viel Platz im Kof­fer­raum. Und für Betrei­ber wie etwa Taxi-Unter­neh­mer ste­hen sehr güns­ti­ge Betriebs­kos­ten“, erklärt Nor­bert Gabri­el, bei FENECON ver­ant­wort­lich für den Bereich Elek­tro­mo­bi­li­tät.

Für die gewerb­li­che Nut­zung des BYD e6 spricht unter ande­rem die Schnell­la­de­fä­hig­keit der Bat­te­rien: An den weit ver­brei­te­ten, öffent­li­chen Typ2-AC-Lade­sta­tio­nen kann das Modell mit bis zu 40 kW gela­den wer­den. Damit ermög­licht bereits die Zwi­schen­la­dung von einer hal­ben Stun­de wei­te­re 100 km Reich­wei­te; eine Voll­la­dung ist in zwei Stun­den erreicht. Dank der Bat­te­rie­ka­pa­zi­tät von 80 Kilo­watt­stun­den beträgt die Reich­wei­te des Fahr­zeugs bis zu 400 Kilo­me­ter.

Wirtschaftlichkeit: Stromer schlägt Diesel

Die Wirt­schaft­lich­keit des BYD e6 im Ver­gleich zu einem her­kömm­li­chen Die­sel­fahr­zeug bestä­tigt auch Geschäfts­füh­rer Man­fred Hetz­neg­ger: „Ein Taxi fährt bei uns im Jahr rund 100.000 Kilo­me­ter. Die Strom­rech­nung die­ses Fahr­zeugs liegt im Monat mit Tages- und Nacht­schicht bei ca. 350 Euro. Ein Die­sel­fahr­zeug ver­braucht im sel­ben Zeit­raum Sprit für rund 600 Euro.“

Die Lauf­leis­tung von Taxen beträgt durch­schnitt­lich fünf Jah­re. Dem­entspre­chend rech­net Hetz­neg­ger mit einer Amor­ti­sa­ti­on des Fahr­zeug­prei­ses inner­halb von vier Jah­ren, ohne staat­li­che Ver­güns­ti­gun­gen. Mit staat­li­cher Kfz-Steu­er­be­frei­ung von zehn Jah­ren sowie einem bereits im Jahr 2015 auf­ge­leg­ten Elek­tro­ta­xi-För­der­pro­gramm der Stadt Regens­burg, wird sich der BYD e6 für Hetz­neg­ger schon in drei Jah­ren ren­tie­ren. Gleich­zei­tig sind, wie bei E-Fahr­zeu­gen üblich, gerin­ge­re War­tungs­in­ter­val­le und -kos­ten zu erwar­ten: Ölwech­sel ent­fal­len, und die Ver­zö­ge­rungs­wir­kung der E-Maschi­ne wirkt scho­nend auf die Brems­be­lä­ge. Zudem stel­len auch die für Taxis wich­ti­gen eich­recht­li­chen Vor­schrif­ten kei­ne be-son­de­re Hür­de für Elek­tro­fahr­zeu­ge dar. Ganz im Gegen­teil: So ist z.B. das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Maß und Gewicht sehr dar­an inter­es­siert, so viel E-Mobi­le wie mög­lich zur Fahr­gast­be­för­de­rung zuzu­las­sen. Zwar ver­lan­gen die eich­recht­li­chen Vor­schrif­ten, dass der Fahr­zeug­her­stel­ler ein Geschwin­dig­keits­si­gnal frei­gibt, wel­ches für das rich­ti­ge Funk­tio­nie­ren des Taxa­me­ters nötig ist, macht aber kei­ner­lei Unter­schied zwi­schen den Antriebs­sys­te­men. Dar­an ändert auch die jüngs­te Ände­rung der Mess- und Eich­ver­ord­nung nichts.

Regensburger Fördertopf ungenutzt – Beispiel soll Schule machen

Momen­tan ist Hetz­neg­ger das ein­zi­ge von rund 150 Regens­bur­ger Taxi­un­ter­neh­men, das den städ­ti­schen För­der­topf nutzt. Um ein Zei­chen zu set­zen und auch ande­re zu ermu­ti­gen, haben die Stadt­wer­ke Regens­burg (REWAG) eine Schnell­la­de­säu­le vor Hetz­neg­gers Betrieb instal­liert. Dort wird der BYD e6 mit Öko­strom bela­den, um die Emis­si­ons­bi­lanz des Fahr­zeugs gering zu hal­ten. Sowohl Hetz­neg­ger als auch FENECON hof­fen, dass das Bei­spiel in Zei­ten des Die­sel­skan­dals nicht nur in Regens­burg Schu­le macht. Aus die­sem Grund bie­tet Man­fred Hetz­neg­ger sei­nen Taxi-Kol­le­gen und Inter­es­sen­ten den BYD e6 auch für Gra­tis­pro­be­fahr­ten an.